21.08.2004 Rock vom Bärg, Balmberg


Der Balmberg ist auch so was wie ein Hausberg von Solothurn und ist über eine zum Teil sehr enge Strasse zu erreichen. Vor ein paar Jahren gab es einige erfolgreiche OpenAirs auf dem Berg, die dann leider aus unerfindlichen Gründen plötzlich nicht mehr stattfanden. Nun hatte sich aber Bruno und Paula Tollardo die Aufgabe gesetzt, auf genau diesem Berg ein Rockfestival zu organisieren. Da die Beiden dies noch nie gemacht haben, haben einige Bands im Vorfeld ein bisschen „Entwicklungshilfe“ betrieben...
Als wir kurz nach Mittag auf dem Gelände ankamen, präsentierte sich das kleine aber feine Festival bereits von seiner besten Seite und alles war prima. Fast alles: die nicht anwesenden Lichttechniker hatten es „versäumt“, die lärmschluckenden Moltons unters Dach zu ziehen. Da wir keinen Soundbrei auf der Bühne wollten, entschlossen wir uns, dies mittels ein paar Helfern selber zu erledigen. Diese mühsame und zeitraubende Aktion hat sich auf jeden Fall gelohnt. Mit ca. einer Stunde Verspätung konnten wir dann endlich mit unserem Soundcheck beginnen. Heute waren wir in dieser Hinsicht ein bisschen nervös, war doch unser Stamm-Mischer Fredy Stieger am OpenAir in Gampel beschäftigt. Dani Thomann, der Techniker vor Ort, übernahm also die Aufgabe und legte sich mächtig ins Zeug. Wir hatten einen Mördersound auf der Bühne und fühlten uns sauwohl.
Ausser Didi fuhren wir alle anschliessend ins Tal und kamen erst wieder zum Essen auf den Berg, der sich nach und nach mit Rockfans füllte. Die erste Band (Snail Brain) hatten wir leider verpasst und kamen gerade rechtzeitig zum Start von Dark Sign. Von Godiva sahen wir nicht so viel, da wir uns während deren Show zum Umziehen und Einspielen in die Garderobe verzogen.
Nach einem kurzen Umbau und anschliessenden Linecheck legten wir gutgelaunt und topmotiviert los. Das anwesende (und offensichtlich härtere Musik gewöhnte) Publikum ging von Anfang an gut mit und das mittelmässig besuchte Zelt füllte sich immer mehr. Da wir, entgegen den vorangegangenen zwei Bands, nicht so laut auf der Bühne waren, konnte Dani an der Front mit den einzelnen Instrumenten „spielen“ und zauberte einen Mördersound ins Zelt. Wir knallten Song für Song von der Bühne und begeisterten das Publikum. Nach 70 Minuten plus zwei Zugaben war dann aber auch Schluss für uns, obwohl uns die Leute nicht gehen lassen wollten.
Unmittelbar nach der Show war umziehen und Equipment zusammenräumen angesagt. Anschliessend haben wir uns wie gewohnt unter die Leute gemischt, viel gequatscht, gelacht und ein paar Bier getrunken. Da es dann irgendwann doch zu kalt wurde (8 Grad) machten wir uns auf den kurzen Heimweg.
Speziellen Dank an Bruno und Paula Tollardo & Crew (Veranstalter), Dani Thomann (Mischer) und all den Leuten, die der Kälte getrotzt und mit uns gerockt haben.

Eintrag von Dave



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