28.04.2007 Rockpalast, Biberist


Auf diesen Gig freuten wir uns schon lange. War es doch endlich wieder mal ein Konzert mit „Stromgitarren“ und zudem das erste „Richtige“ mit Strübi am Bass. Dieser brachte übrigens gleich noch seine Zweit-Kapelle mit: Fastlane.
Ort des Geschehens war der Rockpalast in Biberist. Eine coole Location unter der Leitung unseres alten Bekannten Brö. Bei diesem legendären Veranstalter spielten wir schon zweimal, damals allerdings noch in Lengnau. Aber jetzt der Reihe nach.
Am Samstagnachmittag traf ich im Proberaum ein, um mit Strübi das Equipment für die Show bereit zu machen. Andy, Marcel und Didi brachten derweil die P.A.-Anlage vom Vortag zurück. Da aber Strübi erfolgreich verpennt hatte, schleppte ich vorerst als Einziger. Aber gut so, Strübi brauchte seine Kräfte ein wenig später umso mehr.
Kurz darauf traf der Rest der Truppe mit Didi’s Lieferwagen ein und in ungefähr 15 Sekunden war das Equipment verladen. Die kurze Fahrt nach Biberist wurde zur Qual, da die Sonne enorm heizte und die Klimaanlage in Strübi’s Vorkriegs-Ford offenbar nur als Option erhältlich war...
Beim Rockpalast angekommen stellten wir fest, dass die Crew noch nicht da war und somit mussten wir die Anlage zu fünft die endlos lange und steile Treppe hinauf schleppen (der speziell angefertigte Warenlift war natürlich noch nicht in Betrieb, ist ja klar). Als Belohnung gönnten wir uns ein warmes Bier. Fein! Nadine, die hübsche und freundliche Assistentin des Hauses, erklärte uns derweil den Ablauf des Abends.
Nach und nach trafen Brö, der Lichttechniker Mauri sowie unser Techniker Dani ein. Sogar Sämi (auch ein alter Bekannter) hatte den Weg in die Location gefunden, schliesslich fungierte er als Stagemanager.
Nach ein paar Minuten Aufbau waren wir eigentlich ready für den Soundcheck. Wenn da nur nicht die verzerrten Sounds der Gitarristen wären. Das brummte tierisch laut, so konnten wir unmöglich spielen! Dachten wir zu diesem Zeitpunkt zumindest…
Die nächsten zwei Stunden verbrachten wir mit allen möglichen und vor allem unmöglichen Versuchen, dem Strom das Brummen zu nehmen. Strübi fuhr sogar noch ins Geschäft, um andere Stromanschlüsse zu besorgen. Brö legte sich auch ins Zeug und organisierte eigens einen Trenntrafo. Aber Fehlanzeige: da half alles nichts! Leicht entnervt gaben wir uns geschlagen und machten Platz für Fastlane und Fallen Angels, die ja auch ihren Sound checken wollten.
Didi und ich begaben uns zwecks Frustbekämpfung in die Gartenwirtschaft, um unser gesponsertes Guinness (Merci Cöri) zu geniessen. Nach einem lustigen Vorfall auf der Strassenkreuzung (ohne Verletzte) war die Stimmung jedoch wieder hergestellt. Nach und nach kamen unsere Jungs sowie die Haudegen von Fastlane dazu. Der Abend hätte wahrscheinlich einen anderen Lauf genommen, wenn der Stagemanager uns nicht zum Essenfassen abkommandiert hätte…
Ok, Futtern ist nie schlecht. Kurz darauf startete der Abend mit Fallen Angels. Die Jungs machten einen prima Job, zumal sich der Publikumsaufmarsch in Grenzen hielt. Nach einem kurzen Changeover legten Fastlane los. Und wie! Freunde, hört Euch die Combo unbedingt mal live an. Das Trio rockt und hämmert als gäbe es kein Morgen mehr.
So, dann war es soweit. Nach einem Mini-Umbau und einer Ansage von Nadine starteten wir das neue Intro mit dem dazugehörenden Song. Aber Hoppla, der Soundmatsch vom Soundcheck hatte sich noch verschlechtert und die Brummerei auf den Gitarrenanlagen nervte immer noch.
So pflügten wir uns im halbblindflug durch unser Set, liessen uns aber den Spass nicht nehmen. Die gute Laune unsererseits sprang offenbar auch auf das inzwischen ansehnlich (wenn man das Grillwetter berücksichtigt) aufmarschierte Publikum über. Die Leute gingen vom ersten Song an mit und forderten nach 75 Minuten Spielzeit noch zwei Zugaben. Geil!
Unmittelbar nach der Show trafen wir backstage auf die Herren von Fastlane und die Party ging weiter (schliesslich war das Bier endlich kalt). Die zwei Drummer (wer sonst) unterhielten sich angeregt über den Schminkplan des Hauses, während wir ernsthafte Gespräche führten. Oder so…
Nach einiger Zeit (und etlichen erfolglosen Versuchen von Fastlane-Drummer Dani den Heimweg anzutreten) räumten wir unter Mithilfe der Rockpalast-Crew unsere Backline wieder die bekannte Treppe hinunter und machten uns auf den Heimweg.
Alles in allem war Biberist ein gelungener Abend mit viel Fun. Ein riesiges Dankeschön geht an Brö, Dani, Mauri, Sämi, Pädu, das ganze Rockpalast-Team, Dani (chum, mir näh no eis), Pezzo und an all die Fans, die immer wieder zu unseren Konzerten reisen.
Thank you!

Dave



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